LED Stirn- & Taschenlampen
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LED Stirn- & Taschenlampen

Die Wahl der richtigen Taschenlampe für den Geocacher fällt nicht immer leicht, denn die Anforderungen sind vielseitig. Einerseits braucht man so was wie einen Suchscheinwerfer (etwa zur Reflektorsuche beim Nachtcache), d.h. einen kleinen Lichtkegel, dafür aber mit hoher Reichweite.
Dann braucht man für die Wanderung in der Nacht geeignetes Licht zur Nahfeldausleuchtung, um nicht über Stock und Stein zu stolpern. Dazu sind 5 bis 10m Reichweite absolut ausreichend, dafür sollte der Lichtkegel aber schön breit sein. Wenn man dann am Final ist oder sich ins Logbuch einträgt, dann möchte man idealerweise noch die Hände frei haben.


In den letzten Jahren hat sich der Markt deutlich gewandelt, die CREE LED ist heute das Maß der Dinge, wenn es um energieeffiziente und kompakte Taschenlampen oder Stirnleuchten geht. Aber der Markt ist groß und es gibt eine Vielzahl von Herstellern und Modellen. Auch bei der Wahl der geeigneten Stromquelle gibt es mehrere Optionen, was Akkus oder Batterien angeht.

Auch wenn wir persönlich die Kombination aus Stirnlampe und einer starken Taschenlampe bevorzugen (2 x Fenix TK20, 1 x Zebralight H501w, 1 x Einfachstkopflampe, mehr dazu im unteren Teil), soll nicht verschwiegen werden, dass es auch Universallampen gibt, die diese Bereiche gleichzeitig abdecken können. Diese haben einen Zoomreflektor und sind in der Leistung regelbar. Typische und beliebte Vertreter dieser Gattung sind die Modelle Zweibrüder Optoelectronics LED LENSER P7 und LED LENSER P14 als normale Taschenlampe sowie die LED LENSER H7 als Kopflampe. Allen gemein sind der Zoomreflektor und die Helligkeitsregelung sowie der ausschließliche Betrieb von AA (P14) bzw. AAA Batterien (H7 und P7). Akkus sind vom Hersteller nicht freigegeben, hier droht eine Überlastung der LEDs. Grund dafür ist eine fehlende elektronische Regelung, die bei vielen anderen Herstellern eingesetzt wird, um die Lichtausbeute unabhängig vom Batteriestand konstant zu halten. Gleichzeitig sorgt diese Regelung dafür, dass die LED nicht überlastet wird, wenn hochstromfähige Lithium-Batterien oder Akkus zum Einsatz kommen.
Bei den LED LENSERN H7, P7 und P14 wurde auf eine solche Regelung aber verzichtet. Mit schwächer werdenden Batterien nimmt bei diesen Modellen auch die Helligkeit ab. Der hohe Innenwiderstand der Batterien sorgt gleichzeitig dafür, dass die LED nicht überlastet wird, beim Einsatz von Akkus würde das aber nicht funktionieren und der Hersteller warnt ausdrücklich davor. Bei der kompakten LED LENSER P7 kommen 4 AAA Zellen (Micro) zum Einsatz, ähnliche kompakte LED Taschenlampen anderer Hersteller werden dagegen effizienter mit 2 AA Zellen (Mignon) befeuert. Die größere LED LENSER P14 verlangt nach 4 AA (Mignon) Zellen. Das ist zwar sinnvoller, aber auch minder kompakt. Die Kopfleuchte LED LENSER H7 nimmt 3 AAA Zellen auf und wird auch in einer speziellen Version mit Akkus und Ladegerät als LED LENSER H7R angeboten.
Die angegebene Leuchtdauer der Lampen ist mit Skepsis zu betrachten, diese ist nur in jeweils der niedrigsten Helligkeitsstufe zu erreichen. In der höchsten Helligkeitsstufe (die allenfalls kurz bei frischer Batterie zur Verfügung steht, die Angaben zum Lichtstrom sind also ebenfalls rein theoretischer Natur) ist es nur ein Bruchteil davon. Wenn also bei einem Nachtcache ständig relativ hohe Leistung gefragt ist, dann kann es sein, dass der Batteriesatz bereits nach einem einzigen Nachtcache verbraucht ist, insbesondere bei den AAA-betriebenen Lampen.
Die vorgestellten LED LENSER sind also für gelegentliche Einsätze durchaus universell brauchbar, bringen aber einige Nachteile mit sich, die man bei häufigerem Einsatz mit anderen Lampen nicht vorfindet. Wer also nur eine einzige Lampe haben möchte, die ein breites Einsatzspektrum abdeckt, der kann hier zuschlagen. Man sollte sich von den Leistungsdaten aber nicht blenden lassen, die Lampen der anderen Herstellen können das auch, oft sogar besser und effizienter.

Wie bereits bemerkt ist eine Kombination aus LED Kopfleuchte und LED Taschenlampe oft die bessere Wahl, insbesondere bei Nachtcaches, die im Prinzip ja immer ähnlich aufgebaut sind und somit auch recht klar definierte Anforderungen an die Ausrüstung des Geocachers stellen. Es geht also darum, kleine Reflektoren (meist in der Größe eines Reißzweckenkopfes) auf größere Entfernungen mit Hilfe einer guten Taschenlampe auszumachen. Diese Reflektoren weisen den Weg durch die Nacht und sind meist in einigen zig Metern angebracht. Bei einfachen Nachtcaches findet man mitunter alle 20m einen Reflektor, anspruchsvollere Nachtcaches erfordern aber auch gelegentlich das Erspähen eines Reflektors in 100m Entfernung oder noch weiter. Für diesen Zweck muss also eine Taschenlampe mit hoher Reichweite her. Eine hohe Reichweite wird primär durch einen gut gebündelten Strahl erreicht, der wiederum einen Lampenreflektor mit großem Durchmesser erfordert. Je größer der Reflektor im Lampenkopf, desto kleiner kann der Austrittswinkel des Lichtkegels gestaltet werden. Und je kleiner dieser Winkel ist, desto gebündelter tritt das Licht aus und wird dabei weiter reichen.
Sehr beliebt im mittleren Preissegment solider hochwertiger CREE LED Taschenlampen zum Betrieb mit 2 AA-Zellen sind dabei die Modelle Fenix LD20 sowie Fenix TK20. Die dünnere Fenix LD20 (21mm Lampenkopf) hat mit bis zu 180 Lumen zwar die höhere Lichtausbeute (ist heller), ist in der Reichweite der etwas größeren Fenix TK20 mit einem 34,5mm Lampenkopf und "nur" 150 Lumen Helligkeit aber unterlegen. Wer also Wert auf hohe Reichweite legt, der sollte in jedem Falle den Durchmesser des Lampenkopfes mit einbeziehen, die Angabe des Lichtstromes alleine hat nur wenig Aussagekraft darüber, wie weit man mit der Taschenlampe leuchten kann.

Fenix TK20Wir haben uns also für die Fenix TK20 entschieden. Neben der höheren Reichweite hat sie einen gummierten Griff, was sich insbesondere bei tieferen Temperaturen positiv bemerkbar macht, denn wer fasst bei Kälte schon gerne kaltes Metall an!? Die Lichtfarbe ist warmweiß, was wir als angenehmer empfinden als das kalte weiße, manchmal sogar bläuliche Licht anderer LED Lampen. Die Fenix TK20 hat nur zwei Leuchtstufen (low mit 45 Lumen und high mit 150 Lumen), was sich in simpelster Bedienung auszahlt. Am rückwärtigen Schalter wird die Lampe eingeschaltet, die beiden Leuchtstufen werden durch Drehen am Lampenkopf gewählt - einfach und effektiv. Andere Lampen haben oft 4 bis 6 oder noch mehr Stufen (inkl. SOS oder Strobe-Modus), die alle über einen einzigen Klickschalter angesteuert werden wollen, was oftmals nicht sehr komfortabel ist. Im Übrigen reicht die niedrige Stufe für die allermeisten Nachtcaches aus, die hohe Stufe ist bei uns selten bis gar nicht im Einsatz.

Die Fenix TK20 wird bei uns durch LED Kopflampen ergänzt, die für die Ausleuchtung des Nahbereiches sorgen. Deren Aufgabe ist es also, einen eher breiten Lichtkegel abzugeben und den unmittelbar vor uns liegenden Weg auszuleuchten, so dass wir sehen, wohin wir treten. Ebenso dient die LED Stirnleuchte als Leselampe beim Cachelisting und beim Eintrag ins Logbuch. Die Stirnlampe leuchtet automatisch in Blickrichtung und man hat beide Hände frei.
LED Kopfleuchten gibt es in vielen Varianten und Preisklassen, wir haben eine Zebralight H501w sowie eine einfache Stirnlampe für unter 10 EUR mit 3 AAA-Zellen im Einsatz. Während der männliche Part des Teams seine Zebralight H501w beim Nachtcache permanent auf mittlerer Stufe betreibt, zieht der weibliche Teil den Dauereinsatz der Fenix TK20 auf niedriger Stufe vor, auch wenn keine Reflektoren zu suchen sind. Das funktioniert ganz gut, weil die Fenix TK20 (gilt auch für die Fenix LD20) neben dem starken "Spot" auch noch einen sogenannten "Spill" hat, das ist ein weit größerer Bereich um den hellen Spot herum, der auch noch leicht ausgeleuchtet wird. Die billige Stirnleuchte kommt dann oft nur am Final beim Loggen oder beim Lesen der Cachebeschreibung kurz zum Einsatz.
Beim Kauf einer Stirnleuchte sollte man darauf achten dass diese leicht ist (max. eine AA oder 3 AAA Zellen), bequem sitzt und in der Helligkeit regulierbar ist. Eine zu helle Kopfleuchte macht das Auge für die Ferne blind, wenn es sich auf den hellen Nahbereich einstellt. Es ist praktisch, wenn man im Notfall viel Licht zur Verfügung hat, in der meisten Zeit kann eine Kopfleuchte beim Nachtcache aber in einer niedrigen bis mittleren Stufe betrieben werden. Laufzeiten von 10 bis 20 Stunden oder mehr pro Batteriesatz sind dann auch keine Seltenheit.

Neben den hier genannten LED Lampen gibt es viele weitere Modelle und Hersteller. Die Leistungsdaten der oben beschriebenen Lampen sind auch mit billigeren Lampen fernöstlicher Produktion erreichbar. Bei einem Großteil mangelt es aber an der Qualität, Robustheit und/oder Langlebigkeit, hier wird häufig nicht preiswert, sondern billig produziert und gleichzeitig mit sehr optimistischen bis utopischen Leistungsangaben geprahlt.

Fenix und Zebralight sind zwar auch chinesische Hersteller, doch nicht alles was aus China kommt, ist minderwertig. Bei den Produkten dieser beiden Marken handelt es sich um hervorragend konzipierte Produkte von hoher Material- und Fertigungsqualität die man bedenkenlos kaufen kann. Aber Vorsicht vor allzu billigen Angeboten ... mittlerweile kopieren die Chinesen auch schon mal gerne die Produkte der eigenen Landsleute.


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